Gelassenheit

Ich sehe in meinem Alltag Menschen, die alles andere als gelassen sind. Sie schimpfen, kreischen und zicken. Sie plustern sich auf und machen sich wichtig…

22. März 2018

Eine zärtliche Hommage Gelassenheit ist eine der wichtigsten Eigenschaften, die ein gesundes und zufriedenes Leben garantieren. Gelassenheit ist ein Grundgefühl, das zumeist, den in die Jahre gekommenen Menschen eigen ist, eben denen, die sich darum bemühen. Gelassenheit ist also kein Zustand, der uns in die Wiege gelegt oder anerzogen wurde. Wir erreichen diesen Zustand erst wenn wir uns auf uns einlassen, uns die liebevolle Aufmerksamkeit und Anerkennung schenken, die wir im Außen meist vergeblich suchen. Es bedeutet sich selbst nicht mehr so wichtig zu nehmen, nicht über allem stehen zu wollen. Gelassenheit ist eine Lebenseinstellung, die von Reife zeugt. Wir erreichen sie, wenn wir einsehen, dass wir den äußeren Umständen zuviel Macht eingeräumt haben, dass wir uns haben bewegen lassen statt in uns zu ruhen.

Wenn wir uns von Bewertungen befreien wie, gut oder schlecht, richtig oder falsch und erkennen, dass die Welt nicht nur aus schwarz oder weiß besteht, sondern bunt, zahlreich und vielfältig ist. Es ist der erstrebenswerte Zustand, in dem wir den Anderen „So sein lassen können“, wie er ist. Geprägt von Toleranz, Mitgefühl und der Erinnerung, dass wir auch schon in der Situation des Anderen waren und ebenso geprägt durch die tiefe Überzeugung, dass auch die Anderen ihre Fehler machen dürfen. Mir ist bewusst, dass ich immer wieder Menschen begegne, die gegen meine Prinzipien, meine innersten Überzeugungen verstoßen. Es sind die, denen ich den Rücken kehre, die ich nicht weiter teil haben lasse an meinem Leben, nicht weil sie anders denken als ich sondern weil ihre Überzeugungen nicht mit meinen kompatibel sind.

Ich sehe mich in meinem Alltag umgeben von Menschen, die alles andere als gelassen sind. Sie schimpfen, kreischen und zicken. sie plustern sich auf und machen sich wichtig. Sie erheben den Anspruch die Einzig richtige Meinung zu haben, heben die Einzigartigkeit ihrer Sorgen hervor und laufen mit Scheuklappen durchs Leben. Sie schlagen verbal um sich bei jeder Andersartigkeit. Sie diskutieren, beharren rechthaberisch auf ihrem Standpunkt als gäbe es was zu gewinnen wenn ich nur so vielen wie möglich meine Meinung aufzwinge. Es sind die Menschen, die völlig verarmt an positiven Gefühlen durch ihre Welt laufen, die nicht wissen wie sich Einigkeit, Zusammenhalt, Miteinander, Wertschätzung, Akzeptanz und Respekt anfühlt und auswirkt. Es sind die emotional Behinderten, denen die gesamte Bandbreite an Gefühlen vergönnt ist. In meinem tiefsten Inneren fühle ich mit ihnen und wünsche, dass sie es auch schaffen. Denn es gibt fast nichts schöneres als das Gefühl nicht einer Meinung zu sein und sich doch respektvoll zu einigen, in der höchsten Anerkennung der Andersartigkeit des Anderen. Das ist die zarteste Form von Achtung.

In diesem Sinne gebt auf Euch Acht! ❣️💥

Frollein Rottenmeier

Autor: Marie

Ich bin 1969 geboren und schreibe nun schon eine ganze Weile. Meine Gedanken in Worte zu fassen scheint mir eine Notwendigkeit, die zu unterlassen, mich schlicht unvergnüglich stimmt. Darüberhinaus betreue ich Klientinnen mit persönlichen Problemen in ihrem Bestreben sich weiterzuentwickeln. Also eigentlich ganz ähnlich wie ich selbst.

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