Verzweifelter Mann will sich von Fechinger Talbrücke stürzen

Haltet mich für blauäugig in meiner ganz eigenen kleinen Welt aber mir wird erst jetzt langsam bewusst wieviel Egoismus, Grobschlächtigkeit, Dummheit, Eigennutz, Selbstsucht, Hass und Aggression in unserer Gesellschaft steckt…

18. Oktober 2017

Zutiefst erschrocken und fassungslos… Da legt ein völlig verängstigter, hoffnungslos trauriger, depressiver 71 jähriger Mann, den Straßenverkehr rund um Saarbrücken für ca. 15 Stunden lahm weil er beschlossen hat seinem scheinbar sinnlosen Leben auf der Fechinger Talbrücke ein Ende zu setzen! Wie verzweifelt muss dieser Mensch sein, dass er keinen Sinn mehr in seinem Leben sieht und stundenlang auf sich einreden lässt, er möge nicht springen? Heute lese ich Kommentare von gestern, die auffordern, er möge endlich springen und sein lächerliches Dasein beenden, damit man/frau endlich zur Arbeit, nachhause oder wohin auch immer es sie zog, kommt. Haltet mich für blauäugig in meiner ganz eigenen kleinen Welt aber mir wird erst jetzt langsam bewusst wie viel Egoismus, Grobschlächtigkeit, Dummheit, Eigennutz, Selbstsucht, Hass und Aggression in unserer Gesellschaft steckt. Auch die Arroganz mit der Menschen solche feindseligen Kommentare ganz offen rausplappern, hoffentlich ohne nachzudenken. Ich schäme mich gerade sehr, bin rot vor Zorn und auch enttäuscht, enttäuscht von vielen meiner Mitmenschen, auch ein bisschen verängstigt, weil ich wahrnehme wie respektlos und verachtend Menschen behandelt werden, die in dieser Gesellschaft nicht mehr in der Spur laufen. Da kann ich nur hoffen nicht mehr in eine Depression zu rutschen und schon gar nicht das Bedürfnis zu verspüren mich umzubringen und dabei irgendwem zu nahe zu treten weil ich im Weg bin. Ich bin nicht glücklich darüber aufzuwachen, gerade heim gekommen in meinen Garten Eden und schon wieder aus dem Paradies vertrieben. Bei so vielen Schlangen mag ich keine Äpfel mehr. Frollein Rottenmeier

Autor: Marie

Ich bin 1969 geboren und schreibe nun schon eine ganze Weile. Meine Gedanken in Worte zu fassen scheint mir eine Notwendigkeit, die zu unterlassen, mich schlicht unvergnüglich stimmt. Darüberhinaus betreue ich Klientinnen mit persönlichen Problemen in ihrem Bestreben sich weiterzuentwickeln. Also eigentlich ganz ähnlich wie ich selbst.

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