Hanau bei Frankfurt am Main

In der letzten Nacht fielen in Hanau Schüsse, durch die neun Menschen getötet wurden. Der Täter war ein 43 Jähriger Mann. Er erschoss sich nach der Tat selbst und nahm seine Mutter mit. Über die Hintergründe ist noch wenig bekannt, außer, dass der Täter einen Bekennerbrief und Videos mit Verschwörungstheorien hinterließ. Die Bundesstaatsanwaltschaft ermittelt. Die Opfer des Anschlags kamen aus anderen Herkunftsländern und waren in unserem Land sesshaft geworden. Der Täter schoss auf Menschen, die sich in Shisha Bars aufhielten. Die Tatorte wurden weiträumig abgesperrt, damit die Polizei ermitteln kann. An den Absperrungsbändern stehen Menschen, die weinen, Frauen die Wehklagen, es herrscht ratlose Unverständlichkeit, Trauer, Wut und Angst. Die Menschen, die an den Absperrbändern verharren, sind die Angehörigen der Opfer, sie kamen zusammengelaufen, nachdem sie die Martinshörner hörten und die Blaulichter sahen. Sie machten sich Sorgen um ihre Familienmitglieder, zu Recht.

Erst am Montagabend lief Pegida, in Dresden zu ihrem 200. „Abendspaziergang“ gegen den Islam auf. Diesmal lud Pegida Gründer Lutz Bachmann, Björn Höcke als Hauptredner ein, der als Publikums Magnet doppelt so viele Zuhörer anzieht, als die Pegida selbst. Höcke wird in Sachsen als vermeintlicher Erlöser gefeiert, als zukünftiger Kanzler der Herzen. Pegida Initiator Bachmann, mehrfach verurteilt wegen Drogenhandel, Einbruch, Körperverletzung und Volksverhetzung ernennt sich selbst gern zum aufrechten Kämpfer für den kleinen Mann. Die Gegendemonstration war genauso Menschenstark und zeigt uns, was die Thüringer Landtagswahl uns ebenso zeigte, wie gespalten wir sind.

Nach dem Mord an Walter Lübcke, dem Amoklauf in Halle, den Morddrohungen gegen Dr. Karamba Diaby, nun Hanau. Zur Zeit häufen sich die Meldungen darüber, dass Kommunalpolitiker und ihre Familien bedroht werden. Ich weiß, dass unser Staat Handlungsfähigkeit zeigen kann, wenn er ein Problem erkannt hat, weil ich eine Razzia miterlebte, bei der in den 80er Jahren RAF Mitglieder gesucht wurden. Warum möchte unser Staat, das heutige Problem nicht erkennen? Warum müssen wir uns bedrohen lassen, bis die Angst uns alle erfasst hat und uns ohnmächtig fühlen lässt?

An die Angehörigen der Opfer in Hanau:

Ich möchte euch so vieles sagen, ihr, die ihr zu uns gekommen seid, weil ihr Sicherheit suchtet, aber der Klos in meinem Hals macht mir das Sprechen unmöglich. Ich möchte mich bei euch entschuldigen, dass so etwas bei uns passieren kann, aber ich weiß nicht wo ich anfangen soll. Ich möchte euch helfen, euch zu schützen, aber ich weiß nicht wie. Ich schäme mich für die, die mit ihrer Hetze, psychisch kranke, zu solchen irregeleiteten Reaktionen anstiften, ich schäme mich für die Brandstifter. Ich schäme mich für unseren Staat, der euch eingeladen hat und die Zeichen der Zeit unterschätzt, sich nicht in der Lage zeigt, diesen Fremdenhass zu bremsen. Das alles tut mir so unendlich leid.

Frollein Rottenmeier

Besonnenheit

Ich sitze noch ein paar Minuten auf der Terrasse, bevor ich mich schlafen lege, über mir eine sternklare Vollmondnacht. Ich lasse die Eindrücke der letzten Tage auf mich wirken und weiß noch nicht, dass Übermorgen, das Sturmtief Sabine über Deutschland hinwegfegen wird. Sabine, wird gewaltigen Wind bringen, der die Bäume ebenso schüttelt und verbiegen wird, wie uns. Sabine wird Unmengen Wasser über uns niederprasseln lassen und auch Hagel.

Heute, da Sabine tobt, fühlt es sich ganz ähnlich an, wie der Sturm der nach der Landtagswahl in Thüringen, über uns hereinbrach, dessen Ergebnis viele von uns erschütterte. Das Wahlergebnis ließ uns spüren, wie fragil unsere Demokratie ist. Seit der Wahl vor fünf Tagen, werden täglich neue Entscheidungen getroffen und Konsequenzen gezogen, um den Schaden, das verlorene Ansehen, zu minimieren. Politiker wurden sich ihrer Verantwortung bewusst und traten zurück, oder wurden zurück getreten. Die Presse überschlägt sich, mit ihrer täglich mehrfachen Berichterstattung, im Kampf um Quote und wir?

Wir zerfleischen uns gegenseitig. Wir lassen uns auf schier endlose Diskussionen mit unseren Mitmenschen ein. Mitmenschen, die wir noch gestern vielleicht, für eine ihrer Äußerungen sympathisch gefunden hätten. Heute jedoch, haben sie sich zu eigen gemacht, eine Meinung zu vertreten, die unserer nicht entspricht. Wir wissen das, weil wir angefangen haben alles im Netz zu lesen und die Anderen zu beobachten. Wir sind hellhörig geworden, dünnhäutig und wütend. Wir diskutieren darüber, wie links die Linke wirklich ist und befürchten, dass ihr einziges Ziel sein kann, uns still und heimlich die SED wieder unterzujubeln. Diese Idee resultiert daraus, dass die AFD uns, gerissen, wie sie ist, ins dunkle Tal, des Faschismus führen wird. Auch wenn ich die zweite Variante für wahrscheinlich halte, tut das jetzt nichts zur Sache. Wir polarisieren und interpretieren, unsere Antennen laufen auf Hochtouren. Die derzeitigen Regeln im Umgang miteinander, in den sozialen Netzwerken sind klar. Wenn du nicht links bist, musst du rechts sein, und umgekehrt. Bist du nicht meiner Meinung, bist du mein Feind und ich stelle dich bloß, du kannst nur verlieren. Es kann doch vorstellbar sein, dass Jemand einige Standpunkte, der Partei der Linken gut findet, ohne dass er sich nach einem kommunistischen System sehnt. Die große Koalition macht es uns vor, entweder, die eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus, oder man versucht sich gegenseitig totzudiskutieren und der Wortgewandtere, geht erstmal als Sieger hervor. In der Politik, geht es um politische Interessen. Es geht um Macht, Entscheidungsmehrheiten, darum, gewonnene Ressentiments zu schützen und um Wählerstimmen. Warum machen wir da mit und sind gespaltener denn je. Die einzige Partei, die von unserer Zerrissenheit profitiert, ist die AFD, der wir auf diese Art Wähler in die Hände spielen.

Ich sitze vor meinem Rechner, die Ellebogen auf den Schreibtisch, den Kopf in meine Hände gestützt und sehe uns dabei zu, wie wir schnauben, uns echauffieren. Wir nehmen uns nicht die Zeit, das Gelesene, sich setzen zu lassen, sondern schießen sofort. Ich sehe uns dabei zu, wie wir uns vom Wesentlichen ablenken lassen und streitend miteinander beschäftigen. Wie wir uns gegenseitig bevormunden, belehren und in andere hineininterpretieren, statt zuzuhören. Das zu sehen macht mich traurig und es beunruhigt mich. Ich wünsche mir ein größeres Miteinander, mehr Deeskalation, ein besseres Gespür, Vernunft, Nachsicht und Fairness für uns alle.

Frollein Rottenmeier

Dunkeldeutschland

Die desaströse Landtagswahl in Thüringen, ist keine 24 Stunden her und ich befinde mich auf der Sinnsuche. Seit gestern frage ich mich, wie das passieren konnte und ich fand Antworten. Der rechtsnationale Vertreter der AFD, Björn Höcke, hat mit einem taktischen Manöver, den Bock zum Gärtner gemacht.

Im thüringischen Landtag befanden sich insgesamt 91 Mandate, meint 91 stimmberechtigte Landtagsabgeordnete. Dabei bildete die Linke, mit 29 Mandaten, die Mehrheit, gefolgt von der zweitstärksten Mehrheit, der AFD, mit 22 Mandaten, dicht dahinter, die CDU mit 21 Mandaten und weiter hinten, die SPD mit 8, Grüne mit 5 und FDP mit 5 stimmberechtigten Politikern. In den Landtag gewählt wurden sie alle von den stimmberechtigten Wählerinnen und Wählern in Thüringen.

Die gestrige Landtagswahl diente der neuen Regierungsfindung, durch die von Thüringen gewählten Abgeordneten und erforderte drei Wahlgänge. Im dritten Wahlgang waren folgende Kandidaten aufgestellt, Ramelow für die Linke, ein AFD naher, jedoch parteiloser Christoph Kindervater, für die AFD und Thomas Kemmerich, für die FDP. Das Ergebnis, dieses dritten Wahlgangs erschütterte ganz Deutschland. Ramelow, wurde mit einer Stimme weniger, durch Kemmerich geschlagen, der 45 Stimmen erhielt, während Christoph Kindermuth, von der AFD aufgestellt, keine einzige Stimme bekam. Die AFD hatte sich im Vorfeld dazu entschlossen, einheitlich Kemmerich zu wählen, was einige Abgeordnete der CDU, nicht durchschauten. Die CDU Abgeordneten, mit dem mangelnden Durchblick gaben ihre Stimme ebenfalls Kemmerich, weil sie, der Partei „da ganz linksaußen“, also Ramelow ihre Stimme nicht geben wollten. Kemmerich nahm sein Amt, als Ministerpräsident an und hat nun den Auftrag ganz allein, die Regierung zu bilden, so sieht es die thüringische Verfassung vor. Durch diesen Schachzug setzt Höcke seiner Partei, die Krone der (ehemals) vertrauenswürdigeren bürgerlichen Mitte auf und macht sich zum Wolf im Schafspelz. Kemmerich betont, dass es für ihn keine Zusammenarbeit mit der AFD geben wird und dass es keinen Ministerposten für eine Partei geben werde, die, das scheint er kurzfristig vergessen zu haben, ihn mehrheitlich gewählt hat. Im gleichen Atemzug lässt er uns wissen, dass er regieren möchte, um die Spaltung im Land zu überwinden und, dass er hofft, dass die demokratischen Parteien aufeinander zu gehen würden. Was immer er damit meinen mag.

Nun liegt das Kind im Brunnen und wir nähern uns einer Wirklichkeit, die wir immer wieder ahnten. Mit dieser Art und Weise, wie wir gestern vorgeführt wurden, hatte allerdings kaum einer gerechnet. Viele von uns wissen, um die Gefahr von rechts, die sich ausbreitet wie eine Geschlechtskrankheit und offenbar ebenso ansteckend ist. Björn Höcke ist eine, nun wirklich nicht mehr zu unterschätzende Gefahr. Er weiß genau was er macht und wie er mit Manipulation seine Ziele erreicht. Mir reicht es nicht, dass er vom Verfassungsschutz überwacht wird. Es ist gut, richtig und wichtig, dass wir uns alle, nach diesem gestrigen Verrat an uns, ereifern und lauthals beschweren, dass wir auf die Straße gehen und unseren Ärger zeigen. Jedoch glaube ich, dass wir nicht umhinkommen, unsere Nachbarn in Thüringen, Sachsen und Brandenburg, die ihre Volksvertreter in die Landtage gewählt haben, ernst zu nehmen. Wir dürfen deren Probleme nicht weiter bagatellisieren und Schönreden. Die AFD wuchs auf einem Nährboden von Unzufriedenheit, aus dem Gefühl des, vom Westen Deutschlands, abgehängt worden zu sein und wächst dadurch. Es ist eine Quid pro quo Situation. Je größer die Unzufriedenheit, desto größer die AFD. Nach dem Mauerfall, wurden auf politischer Ebene viele Versprechungen gemacht, die man nicht hielt. Die folgenden Enteignungen, durch die Treuhand taten ihr übriges. Firmen gingen in die Pleite, weil sie durch höhere Energiekosten, als im Westen, an Wettbewerbsfähigkeit verloren, darauf folgte für viele die Arbeitslosigkeit. Unsere Nachbarn gingen nicht freiwillig in den privaten Ruin, sie wurden gegangen und im Stich gelassen. Es wird allerhöchste Zeit für unsere selbsternannten bürgerlichen Parteien, ihr Augenmerk, auch auf den Teil unseres Landes zu werfen, dem sie moralisch verpflichtet sind und dem gegenüber sie sich so oft aus der Verantwortung gezogen haben. Die AFD ist für mich seit gestern offensichtlich, ein Problem, viel größerer Tragweite, als viele angenommen haben.

Wenn ich an Deutschland denke in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht. Ich kann nicht mehr die Augen schließen und meine heißen Tränen fließen.

Heinrich Heine 1797-1856

Frollein Rottenmeier

Die Hassprediger

Die Wütenden unter uns, sind die, die am meisten auffallen. Menschen, die Gift und Galle spucken. Die Themen, derer sie sich bedienen sind vielfältig, ob Politik, Asylsuchende, Greta Thunberg, ein Gedenktag, oder Du und ich. Es sind die, die Hackfresse in die Kamera grölen und ebenso die, die daneben stehen und Beifall klatschen. Das verbindende Motiv, ist das Unvermögen, sich weiter zu entwickeln. Ich bin mittlerweile zu der Überzeugung gelangt, dass die wutauslösenden Themen dabei kaum relevant sind. Die Themen dienen oft nur als Kathalysator, als Mittel zum Zweck, um der Wut Luft zu verschaffen. Wenn der Wütende genug Sympathisanten findet, die ihn mit ihrem Applaus oder ihrer Beachtung positiv verstärken, wird die Wut zum Selbstläufer. Je unflätiger der Wütende andere beschimpft, desto größer, wird die Schar seiner Anhänger, die zu glauben scheinen, der traue sich was.

Was steckt hinter der Wut? Der Wütende ist unzufrieden, in erster Linie mit sich selbst, aber das weiß er nicht. Er vergleicht sich mit anderen, die alle mehr in ihrem Leben erreicht haben und augenscheinlich deutlicher wahrgenommen werden. Unser Unterbewusstsein hat uns ein paar Mechanismen an die Hand gegeben, die dafür Sorge tragen, dass wir nicht gleich alle unsere Mängel erkennen, weil diese Erkenntnisse uns in eine tiefe Krise stürzen können. Der Wütende, trägt das nicht Wahrnehmen wollen dieser Mängel nach außen und findet dort allerlei Anlässe, die zu einer lautstarken Beschwerde tauglich scheinen. Die Unzufriedenheit sitzt so tief, dass der Selbstwert leidet. Je größer die Unzufriedenheit, umso größer die Wut, desto lauter sein Gezeter… ihr könnt mir folgen? Wenn der Wütende nun die Tendenz hat, sich nach außen darzustellen, kann er in Sozialen Netzwerken eine gute Bühne für seine Selbstdarstellung finden. Wenn er jetzt in diesen Netzwerken lange und laut genug Kreischt, wird er zwangsläufig Anhänger finden, denn es gibt viele Wütende. In dem Augenblick, in dem sie ihm die nötige Beachtung schenken und sogar Beifall klatschen, nimmt sein Selbstwert wieder Fahrt auf. Er wird in seinem Handeln positiv verstärkt und wird diese gute Erfahrung dazu zu nutzen wissen, weiter zu schimpfen. Da Wut auch der Motor für Suchterkrankungen ist und der Applaus sein Belohnungszentrum anregt, wird er irgendwann nicht mehr damit aufhören können. Um noch mehr Applaus zu erziehlen, der sich so gut anfühlt, wird er sich reinsteigern müssen, bis er sich so sehr in seinen Hasstiraden verliert, dass er seine Wut rauskotzen muss. Er wird immer mehr Gegner finden, die er diffamieren kann. Es kann sein, dass der Wütende große, tief sitzende Ängste hat, von denen er natürlich nichts weiß, weil sie sich einfach nur als Bluthochdruck verschleiert bemerkbar machen. Vielleicht hat der Wütende einmal eine Frau sehr geliebt, die ihn enttäuschte, weil sie ihn verließ und er erlebte einen großen Verlust. Dadurch kann er ein ziemlich dunkles Frauenbild gewonnen haben, das er dazu nutzen wird, sich übelst vulgär, in Fäkaliensprache über Frauen auzuslassen. Diverse eigene Gewaltfantasien, die sich mit Hilfe einschlägiger Pornofilme bereichern lassen, werden sein Vokabular, in diesem Sinne erweitern.

Der Wütende hat verschiedene Verhaltensweisen nicht gelernt, die sich in erster Linie auf die emotionale Ebene beziehen. Es mangelt ihm an der Toleranz seine Frustrationen auszuhalten. Wenn er sich enttäuscht fühlt, bleibt ihm die Luft weg und aus der irrationalen Angst heraus, zu ersticken, beginnt er zu schreien. Er hat nicht gelernt seine Bedürfnisse wahrzunehmen und daher fehlt ihm auch die Fähigkeit, diese sachlich und gelassen zu kommunizieren. Durch den bewussten oder unbewussten Vergleich mit anderen, fühlt er sich minderwertig. Er lernte nicht seine Gefühle zu kontrollieren und unterliegt einer Affektlabilität, die ihn wie ein Schiff auf hoher rauer See, ordentlich durchschüttelt und straucheln lässt.

Der Wütende neigt dazu, nicht nur seinen Kontrahentinnen, die sich von ihm angesprochen fühlen, das Leben zu beschweren, sondern auch sich selbst. Er schreit uns an, damit wir ihn wahrnehmen. Und obwohl er nicht weiß, wie sich liebevolle Wertschätzung und Anerkennung anfühlen, weil er das nie erlebt hat, verzehrt er sich danach. Wenn er jedoch nichts anderes bekommen kann, reicht ihm die positive oder negative Aufmerksamkeit, die er erhält.

Facebook eignet sich auch deswegen so hervorragend für all die Wütenden, weil sie den Algorhythmus unwissentlich für sich zu nutzen wissen. Ein bekannter Wütender erzielte neulich, mit sexistischen, fremdenfeindlichen, geschichtsleugnenden Hasstiraden 200 Emoji Reaktionen, außerdem wurde sein, in Kürze hingerotzter Post, mehrfach geteilt und natürlich kommentiert. Mit dieser Reaktionsfreudigkeit erreicht man bei Facebook die nötige Relevanz, damit das selbe Posting immer wieder im Newsfeed erscheint. Mit dieser Tatsache wird es selbsterklärend, warum Facebook den Meldungen verärgerter Mitmenschen, das Posting zu löschen, nicht nachkommt, es ist interessant für Facebook, weil es Menschen zu Reaktionen bewegt. Und so bekommt er genau die Aufmerksamkeit, die ihn unaufhaltsam weiter machen lässt.

Frollein Rottenmeier

Das Ende der Naturheilkunde

oder das Bashing der Heilpraktiker.

Ich kenne keine Berufsgruppe, die mit solcher Wucht, immer wieder angegriffen wird, wie Heilpraktiker. Der Gesetzgeber hat diesen Beruf, in den letzten Jahren stets aufs Neue reglementiert. Zuerst wurde Heilpraktikern, die Anwendung der Neuraltherapie, wie sie früher ausgeübt wurde untersagt. Nun darf er mit seinen Kanülen nicht mehr in die tieferen Hautschichten vordringen, sondern wurde in seiner Tätigkeit auf die Subcuta, die äußere Hautschicht begrenzt. Im letzten Jahr untersagte man die Ausübung der Eigenbluttherapie, die bei Autoimmunen Erkrankungen und Allergien Anwendung fand. Jetzt möchte man Heilpraktiker ganz abschaffen.

Der bedauerliche Vorfall in Brüggen- Bracht, nahe der holländischen Grenze in 2016, führte zu einer neuen Diskussion, die das Berufsbild des Heilpraktikers diskreditiert. Bei dem Vorfall behandelte ein Heilpraktiker, nahe der holländischen Grenze, einige an Krebs erkrankte Menschen, mit 3 Promopyruvat, einer Substanz, die erfolgreich an Tieren getestet wurde, deren Wirksamkeit jedoch noch nicht hinreichend gesichert war, weshalb das Medikament noch nicht zugelassen war. Drei seiner Patienten verstarben, während seiner Behandlung. Ich mag am Rande zu bedenken geben, dass die Patienten schulmedizinisch austherapiert waren. Sie hatten Operationen und die empfohlenen Chemotherapien hinter sich gebracht und blieben doch unheilbar krank. Seit 2016 stehen nun deutschlandweit 46.000 weitere, mehr oder weniger praktizierende Heilpraktiker unter Beschuss.

Das „Münsteraner Memorandum ist ein Gremium, bestehend aus 20 Experten wie, unter anderem, einer Ethikmedizinerin, einem Medizinrechtler, einem Gesundheitsforscher, einem Psychologen und einem Journalisten. Sie sorgen sich um die Patientensicherheit und fordern eine einheitliche Hochschulausbildung. Im Grunde kann ich eine solche Ausbildung begrüßen, allerdings sprechen sich die Mitglieder des Gremiums klar dafür aus, dass die Ausbildung des Heilpraktikers zukünftig, wissenschaftsorientiert, sein werde und die Kompetenzen, nur auf Teilbereiche der Medizin begrenzt würden, oder der Beruf ganz abgeschafft werden sollte. Das heißt, der geforderte neue Ausbildungsstandart bringt alles andere als Heilpraktiker hervor und oder der Beruf des Heilpraktikers wird verboten. Sie machen deutlich, dass AlternativMEDIZIN überhaupt ihren Platz, in der wissenschaftsorientierten Versorgung haben sollte. Ich erinnere mich daran, dass mein früherer Hausarzt, Akkupunktur und Homöopathie mit anbot. Und weil ich weiß, dass jede dieser Disziplinen für sich, ein sehr umfangreiches Wissen erfordert, muss ich mich fragen, wann, wo und in welchem Zeitraum, er sich dieses Wissen angeeignet haben kann.

Zwar würden Patienten ihre Heilpraktiker, aufgrund ausführlicher Gespräche, sowie ihrer Zuwendung oft lieben, während dies in der ärztlichen Behandlung auch aufgrund der Ökonomisierung immer mehr verloren gehe. Doch ein Gebäude, das antiwissenschaftlich agitiert und eine Parallelwelt in der Medizin darstellt, sei ein zu hoher Preis für derartige Wohlfühleffekte. Medizinethikerin Bettina Schöne-Seifert Vorsitzende des Münsteraner Memorandums

Wow liebe Patienten, euer Arzt hat keine Zeit für euch, auch weil er wirtschaftlich denken und arbeiten muss. Euer Heilpraktiker mag zwar Zeit für euch haben, hat aber als „Antichrist“, sein Recht verwirkt, dass ihr euch bei ihm gut aufgehoben fühlen dürft.

Weiter heißt es im Memorandum: „Ein, der Patientenversorgung verpflichtetes Gesunheitssystem, müsse von unbelegten und überzogenen Heilsversprechen gänzlich frei gehalten werden. Es klingt nicht nur wie ein Vorwurf, es ist auch einer. Der Gesetzgeber verbot Heilpraktikern jedoch schon längst, Heilung zu versprechen und ich erinnere mich daran, wie wir Heilpraktiker uns daraufhin engagierten, unsere Homepages gesetzeskonform zu gestalten. Ebenso verboten ist es uns öffentlich Gesundheitstipps zu geben, oder Mittelchen zu empfehlen, wie es einige Ernährungsberater gerne machen. Ein Ärgernis, das uns die Wettbewerbsfähigkeit nimmt.

Die Tatsache, dass wir zur Prüfungszulassung „Nur“ einen Hauptschulabschluss brauchen, wird von unseren Gegnern immer gerne dazu genutzt, um uns ein bisschen dumm dastehen zu lassen. Die weiteren Prüfungszulassungsvoraussetzungen sind, ein Mindestalter von 25 Jahren, ein polizeiliches Führungszeugnis, eine Unbedenklichbescheinigung vom Finanzamt und ein Gesundheitszeugnis, was zumindest zeigt, dass wir uns straffrei durchs Leben geschlagen haben und unsereSteuern bezahlten.

Die Ausbildung ist, ganz im Gegensatz dazu, wie stets gerne dargestellt wird, schwierig. Natürlich ist sie kein Arztstudium, denn wir sind ja keine Ärzte. Dennoch ist die Ausbildung keinesfalls mit dem Erwerb eines Führerscheins zu vergleichen. Ich kann das beurteilen, weil ich auch Auto fahren kann. Ich habe 2,5 Jahre nur gelernt und gejobbt. Mit meinen Jobs finanzierte ich meinen Lebensunterhalt, mit einem Teil des Erbes, das mir mein Opa hinterließ, bezahlte ich die Schulgebühren. Ich hätte die 12.000€ schlechter anlegen können, als in einen Beruf zu investieren, in dem ich eine riesige Verantwortung trage, den ich dennoch gerne mache und in dem ich mich unabhängig fühlen darf.

Frollein Rottenmeier

One apple a day keeps the doctor away

Ich versuche mich nicht in Rage zu schreiben, bin aber unsicher, ob ich dieses Versprechen halten kann. Mit der Ernennung Jens Spahns zum Gesundheitsminister, nimmt unser Gesundheitssystem groteske Strukturen an. Sein neuestes Anliegen, möchte uns verpflichten, unsere Organe, nach unserem Ableben, Menschen zugänglich zu machen, die z.B. eine Leber oder eine Niere brauchen, um weiterleben zu können. Wenn wir uns nicht zu Lebzeiten dagegen aussprechen, dürfen wir im Falle eines Hirntodes ausgenommen werden. Für mich ist es unproblematisch, etwas von mir abzugeben, das ich nicht mehr brauchen werde. Deshalb trage ich auch meinen ausgefüllten Organspendeausweis bei mir. Es soll jedoch Menschen geben, die aus religiösen Gründen, ganz und gar komplett und unversehrt zu Grabe getragen werden möchten. Auch wenn ich persönlich dieses Ansinnen nicht teile, fällt es mir nicht schwer, ihnen dieses Recht zuzusprechen. Der Vorstoß Jens Spahns scheint mir ethisch nicht haltbar. Darüberhinaus weiß überhaupt niemand, wieviele dieser Organspendeausweise in Umlauf sind, weil sich bisher Niemand dazu berufen fühlte, diese Menschen zu registrieren. Wäre es nicht ganz und gar sinnvoll, zuerst einmal, eine solche Registrierung durchzuführen?

Im März 2020 tritt eine Gesetzesänderung in Kraft, die Masernimpfpflicht. Wer bis März diesen Jahres keinen Nachweis erbringt, dass sein Kind gegen Masern geimpft ist, bekommt keinen Kita Platz. Ebenfalls dieser Impfpflicht, unterliegen Kindergärtnerinnen, Krankenhauspersonal und Angehörige betreuender Berufsgruppen, die in Betreuungseinrichtungen arbeiten, wie Asylanten- und Altenheime, die nach 1970 geboren wurden. Angeführt wurde die Diskussion über eine Impfpflicht, durch Argumente über Impfmüdigkeit und eine dramatische Zunahme der Masernfälle bei Kindern. Tatsächlich ist die Zahl, der an Masern erkrankten Kinder seit 10 Jahren konstant niedrig und 97% der Eltern ließen ihre Kinder sowieso freiwillig gegen Masern impfen. Eine Impfpflicht war also unnötig. Seit den 70er Jahren wurden 5000 Millionen Impfdosen, in 60 verschiedenen Ländern vergeben. Was viele nicht wissen ist, dass es gar keinen Einzelimpfstoff gegen Masern mehr gibt. Wer sein Kind seit mittlerweile 2 Jahren gegen Masern impfen lässt, impft ebenfalls gegen Mumps und Röteln und seit diesem Jahr auch gegen Windpocken. Ebenfalls bei Tetanus, das neuerdings mit Diphterie kombiniert und allzugerne aufgefrischt wird. Und ich frage mich, warum sollte ein Mensch mit einer Wunde sich einen Wundstarrkrampf holen, den er sich eigentlich nur in einem Pferdestall einfangen kann und wie sollte sich dieser Mensch nun zusätzlich noch Diphterie einfangen? Das wissen nur die Götter, wie Jens Spahn und die Hersteller von Impfseren. Das Gesundheitsministerium jubelt uns frech etwas unter. Was mich daran unter anderem aufregt, ist, dass verschwiegen und heruntergespielt wird, dass durch Einfachimpfungen Probleme entstehen können, die sich durch Mehrfachimpfungen potenziell verstärken. Die Konservierungsstoffe sind problematische chemische Verbindungen. Thiomersal ist eine Quecksilberverbindung, die sich über Jahrzehnte in Impfstoffen tummelte und entscheidend ungünstigen Einfluss auf unser Immunsystem nimmt. Formaldehyd ist ein Konservierungsmittel, das erwiesenermaßen Krebs verursacht. Aluminiumverbindungen in den Impfstoffen Diphterie/Tetanus und HepatitisA/B stehen im Verdacht MMF, eine entzündliche Muskelschädigung auszulösen, wie das Golfkriegssyndrom genannt wird, unter dem viele amerikanische Soldaten leiden. Sie erhielten vor ihrem Einsatz, in kurzer Zeit eine Vielzahl an Impfungen. https://www.impf-info.de/die-impfungen/inhaltsstoffe.html Die Zunahme an Autoimmunerkrankungen, in den letzten Jahren ist besorgniserregend. In Deutschland leiden zur Zeit 10-15 Millionen Menschen an Autoimmunerkrankungen, Tendenz steigend. Ich bin durchgeimpft und habe eine entzündliche Schilddrüsenerkrankung. Meine Freundin ist durchgeimpft und leidet an Multipler Sklerose, ihr Partner, durchgeimpft hat Rheuma. Mit Sicherheit problematisch werden Impfungen, wenn man in einen Infekt hineinimpft. Unser Hund Merlin wurde mit 3 Monaten zum zweiten Mal geimpft, wie wir das bei allen Hunden gemacht haben. 4 Wochen später bekam er eine nicht bakterielle Hirnhautentzündung. Er wurde 8 lange Monate Cortisonpflichtig und bekam bei jeder Reduktion Rückfälle. Heute ist er 2 Jahre jung, frei von Cortison, hat eine Bauchspeicheldrüseninsuffizienz und fängt sich jeden Infekt ein. Ich bin in der Zeit seiner Erkrankung um 10 Jahre gealtert. Er konnte uns leider nicht sagen, dass er eine Analdrüsenentzündung hatte, als er geimpft wurde. Ich will euch nicht sagen was ihr machen sollt, oder euch zu irgendwas bewegen. Ich möchte mich auch nicht auf unsägliche Diskussionen, mit den 97% Impfbefürwortern einlassen. Ich möchte euch die nötigen Informationen geben, damit ihr euch selbst ein umfassenderes Bild machen könnt.

Es beschweren sich zunehmend Mitmenschen über die medizinische Versorgung in unserem Land, fühlen sich schlecht behandelt, oder als Mensch zweiter Klasse. Wir fühlen uns unwohl und unser erster Weg führt uns zu unserem Hausarzt, der in Regel ein Allgemeinmediziner ist. So ging es mir ebenfalls vor Jahren. Er machte eine übliche Blutuntersuchung und fand genausowenig heraus, was mir fehlte, wie sonst auch. Als sich mein Befinden über Jahre zunehmend verschlechterte, suchte ich einen Internisten auf. Der Internist nahm ganz andere Blutwerte. Bis dahin wusste ich nicht, dass die Schilddrüsenwerte TSH, Tr3, Tr4, die der Hausarzt üblicherweise nimmt, nicht ausreichend sind, um eine Schilddrüsenerkrankung sicher ausschließen zu können. Der Internist zog die hilfreichen Autoantikörper in meinem Blut zu Rate und ich bekam eine erhellende Diagnose, mit der ich heute, Jahre später, ausgesprochen gut leben kann. Der Allgemeinmediziner bekommt von den gesetzlichen Krankenversicherungen ein bestimmtes Budget zugeteilt, das er im Laufe von 4 Quartalen, einem Jahr nicht überschreiten sollte, denn dann arbeitet er umsonst. Die meisten Kosten werden in einer hausärztlichen Praxis durch teure Medikamente verursacht, die unserer alten Mitmenschen gegen ihre Herzkreislauferkrankungen, Diabetes und andere Alterserscheinungen verordnet bekommen. Die Blutuntersuchungen kosten Geld, deshalb werden die nötigsten Werte genommen. Einige wichtige Parameter, wie Vitamin D zahlt der Patient selbst, wenn er denn weiß, wie hoch die Unterversorgung dieses Vitamins/Hormons deutschlandweit ist und er Interesse daran hat. Viele Menschen schimpfen auf Ärzte aber das eigentliche Problem und verantwortlich für solche Zustände sind die gesetzlichen Krankenversicherungen.

Ich wünsche Euch eine gute, erhellende Zeit, bei bester Gesundheit.

Frollein Rottenmeier

Ein neues Jahr fand seinen Anfang

Das neue Jahr ist gerade 7 Tage alt und die Vielzahl der Ereignisse erschrecken mich und lassen für die kommenden 358 Tage wenig gutes erahnen.

Mein erstes einschneidende Erlebnis bescherte mir der Chorleiter eines Kinderchors beim WDR. Ich sah bestürzt dabei zu, wie 6-11 jährige Kinder voller Inbrunst darüber sangen, dass sie ihre Oma für ne alte Umweltsau halten. Ich erinnerte mich sofort an meine eigene Oma, der ich einen solchen Vorwurf nie gemacht hätte. Meiner Oma war es wichtig mir die richtigen Werte zu vermitteln, Respekt, Mitgefühl und Dankbarkeit. Bei genauerer Betrachtung, ein paar Zahlen zusammenzählend, bemerkte ich, dass die Kinder meine Oma gar nicht meinten, sondern eher mich, denn ich könnte meinem Alter entsprechend tatsächlich ihre Oma sein. Ich habe das Bedürfnis diesen Vorwurf zurückzuweisen, weil ich keine Umweltsau bin. Mir ist bewusst, dass es einige Umweltsäue gibt, wie die unzähligen Autoreifen im Warndtwald zeigen, oder der Müll, der stets vor unserer Haustüre, aus dem fahrenden Auto geworfen wird, aber ich bin mir sehr sicher, dass da keine Oma dabei ist. Der Intendant rechtfertigte sich auf Druck der Öffentlichkeit damit, dass Satire weh tun muss. Weil ich mich in der Literatur ein wenig auskenne, weiß ich, dass es gute Satiren gibt, die mit Witz, Ironie und Spott Kritik üben, an Menschen oder Zuständen, die sich auf den ersten Blick nicht ändern lassen, gerade in der Politik, aber bei Omas?

Als das Krefelder Affenhaus brannte, war ich so getroffen/betroffen wie viele meiner Mitmenschen. 30 Tiere verbrannten elendig und qualvoll. Als bekennende Schuldige meldete sich eine Mutter, mit ihren beiden erwachsenen Töchtern. Sie hatten an Sylvester fünf von den seit 2009 in Deutschland verbotenen Himmelslaternen gezündet. Sie befestigten Zettel mit ihren Wünschen für das kommende Jahr und ließen die Dinger in den Himmel aufsteigen. Diese Geschichte ist an Tragik kaum zu überbieten. Drei Frauen senden ihre Wünsche für ein besseres Jahr in den Äther und schicken damit ein komplettes Affenhaus in den Himmel. Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie die drei Frauen sich fühlen müssen. Der Schaden ist nicht zu beheben und nie wieder gut zu machen, wie schrecklich.

In Südtirol fuhr ein junger Einheimischer mit seinem Sportwagen, mit fast 2 Promille in eine Reisegruppe und tötete vier Frauen und drei Männer zwischen 19 und 22 Jahren. Ihn erwarten 8-12 Jahre Haft und auch diese Tragödie ist nicht wieder gut zu machen.

In Baiersbronn brannte der historische Trakt der Traube Tonbach. Die drei Sterne Schwarzwaldstube und das 1 Sterne Restaurant Köhlerstube wurden zerstört. Diese kulinarische Institution, die so viele weitere Sterneköche hervorgebracht hat, wird es in dieser Form nicht mehr geben.

Das australische Desaster hat mich sprachlos gemacht. Seit Oktober brennt ein Gebiet, das bis heute 6 Millionen Hektar Land forderte (so groß wie Bayern), eine halbe Milliarde Tiere und 18 Menschen tötete. Die vielen Bilder von halb verbrannten Känguruhs und Pandabären verfolgen mich in Tagträumen. Die Feuerwehrleute vor Ort sagten, dass einfach überall verbrannte Vögel vom Himmel fielen. Sie können nur noch untätig zuschauen, weil sie körperlich am Ende sind und nichts gegen die Flammen ausrichten können. Der eigentliche Höhepunkt des Feuers steht noch bevor und wird Mitte Januar- Februar erwartet. Die unterstützenden Ursachen dieser Apokalypse scheinen vielfältig zu sein. Zum einen seien die Eingeborenen (Aborigines) mit den Bränden anders umgegangen. So sagte ein australischer Leiter eines Feuermuseums: „Der Umgang der weißen mit dem australischen Feuer, ist eine lange Geschichte der Arroganz!“ Es habe sich durch die jahrzehntelange Feuerbekämpfung erst Unmengen an Totholz und Laub angesammelt, das die Brände heute so groß und unkontrollierbar werden lässt. Australien sei Spitzenreiter bei der Abholzung in Down Under. Diese kahlen Flächen sorgen dafür, dass die Waldränder durch die heißen Winde schneller austrocknen. Der Klimawandel begünstigt, dass sich Australien um 1 °C erwärmt hat und die Niederschläge werden immer seltener. Australien hat pro Kopf, die höchsten Kohlendioxidemissionswerte und ist weltweit der größte Kohleexporteur. Obwohl im Outback riesige Flächen für Solarenergie, auf ausgedienten Viehweiden entstanden, soll in Queensländ eine der größten neuen Kohleminen des Planeten entstehen. Das australische Staatsoberhaupt, weilt während der nationalen Krise auf den Hawaii-Inseln und ist sich sicher, dass Geld die Welt regiert.

Bei einem gezielten US-Drohnenangriff wurde der iranische Spitzengeneral Qasem Soleimani getötet. Der amerikanische Präsident Donald Trump drohte dem Iran auf Twitter, die USA würde 52 iranische Ziele angreifen, falls der Iran sich für die Tötung des Generals rächen würde. Aus meiner Sicht gleicht das einer Kriegserklärung. Der iranische Präsident Hassan Ruhani twittert zurück: „Bedrohen Sie niemals die iranische Nation!“ Mir bleibt die Spucke weg. Trump bedroht den mittleren Osten via Twitter mit einer Leichtigkeit, mit der viele andere sich per WC von ihrem Durchfall erleichtern. Dieser Mensch ist eine Bürde und weltweite Bedrohung. Seine Mischung aus Dummheit, Ignoranz und Impulsivität ist legendär.

Ihr seht mich bestürzt auf die erste Woche des neuen Jahres zurückblicken. Meine Gefühle sind immer noch bei den Tieren, Menschen, und Hinterbliebenen. Ich fühle mich machtlos und frage mich, wie es noch schlimmer werden könnte. Es kommt mir vor, als säße ich ununterbrochen vor der Tagesschau, die eine Nachricht noch nicht verarbeitet, da folgt schon die Nächste und das in einer Endlosschleife.

Frollein Rottenmeier