Covid-19 das etwas andere Corona

Wir hatten es bis jetzt über einige Jahre, mit einem Virus zu tun, der sich veränderte und zu unterschiedlich starken Erkrankungsanzeichen führte. Allen Symptomen gemein war, dass sie sich als Atemwegserkrankungen zeigten. Heute mit Covid-19 haben wir es nach SARS, das zu schweren Lungenentzündungen führte, mit einer Infektion zu tun, die sich weltweit ausbreitete. Das Besondere an dem neuen Corona Erreger ist die Hysterie, die es auslöste. Die Medien stürzen sich auf das Thema, wie die Fliegen auf Kot.

Durch stündlich neue Informationen wächst die Unsicherheit von Regierung und damit der Bevölkerung. Die mittlerweile täglich erlassenen Entscheidungen unserer Bundesregierung, im Kampf gegen das Virus lösen groteske Verhaltensweisen aus. Kitas und Schulen wurden geschlossen, der Rat, die Kinder zuhause selbst zu hüten, um Oma und Opa zu schützen, führt dazu, dass mindestens ein Elternteil zuhause bleiben muss und nicht arbeiten kann. Kinderspielplätze sind tabu und es besteht die Möglichkeit, bei Missachtung der Empfehlung, von Drohnen heimgesucht zu werden, die das Fehlverhalten ahnden und aus der Entfernung Anweisungen geben, so wie in Spanien. Menschen, die heute noch mit ihren Kindern Kinderspielplätze aufsuchen, droht eine Geld- bzw. eine Gefängnisstrafe. Im Saarland wurde die Grenze „Goldene Bremm“ dicht gemacht und die französischen Nachbarn aus Lothringen, die als Risikogebiet eingestuft wurden, kommen jetzt mit Mundschutz über kleinere Grenzen zu uns und kaufen die fast leeren Supermarktregale nun gänzlich leer. Supermarktleiter, hängen hilflos Zettel an ihre schrumpfenden Auslagen, mit dem Hinweis, dass Massenkäufe nun nicht mehr geduldet werden, weil es ungerecht erscheint, dass einer eine Tonne Toilettenpapier im Keller hortet und ein anderer sich mit wenigen Blättchen von dem kostbar gewordenen Rohstoff begnügen muss. Menschen werden schon im Verdachtsfall, an Covid-19 erkrankt zu sein in Quarantäne geschickt und 14 Tage zuhause eingesperrt. Die Polizei fährt pausenlos Streife und wer bis heute noch nicht den Roman 1984 von Georg Orwell gelesen hat, sollte das jetzt, da er möglicherweise viel Zeit hat, nachholen, wer weiß wann sich wieder eine solche Gelegenheit ergibt. Georg Orwell beschrieb in seiner Zukunftsvision, wie sich ein Staat langsam, schleichend und unaufhaltsam in einen Überwachungsstaat verwandelt.

Alle Einrichtungen und Geschäfte werden geschlossen, außer Lebensmittel und Gartenbau, vielleicht hat irgendjemand die Überzeugung gewonnen, dass die Mitarbeiter im Lebensmittelhandel gegen Covid-19 immun sind. Restaurants und Gaststätten dürfen von 6 Uhr bis 18 Uhr geöffnet sein, nicht gerade der Zeitpunkt, die den Gastronomen Geld einbringt, denn getrunken wird abends. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann die Ausgangssperre kommt. Alle die, die zu jung sind, um eine Diktatur miterlebt zu haben, bekommen dieser Tage einen Vorgeschmack.

Durch das Einreiseverbot, das Amerika gegen Europäer verhängte, knickt die eh angeschlagene Branche des Flugverkehrs gänzlich ein und muss etliche Mitarbeiter entlassen. Die Tourismusbranche folgt, durch Ein- und Ausreiseverbote. Die Hotellerie zieht mit der Pleite mit, weil die Übernachtungsgäste ausbleiben. Der DAX befindet sich im freien Fall, nicht nur weil der größte Abnehmer deutscher Autos China war und jedes zweite Auto von VW dorthin verkauft wurde. Wir erleben gerade einen wirtschaftlichen Totalschaden, der weit größer ist, als der Bankencrash der „Lehmann Brothers“ 2008, der Banken weltweit in den Untergang mitriss. Danach brauchten wir 12 Jahre, um unsere Wirtschaft wiederzubeleben und zu stabilisieren. Diese Stabilisierung verdanken wir unserem Mittelstand, all den kleineren und größeren Handwerksbetrieben, dem Einzelhandel, der Gastronomie, den Autoherstellern, all denen, denen jetzt gerade das Aus droht. Die großen Betriebe müssen etliche Mitarbeiter entlassen. Die kleineren Betriebe unter zehn Mitarbeiter, werden diese Krise nicht meistern können, weil das Polster, dass sie sich anschaffen konnten nicht ausreichen wird. Die größeren werden sich etwas länger halten können. Das Problem mit dem zu kleinen Polster beginnt schon dort, wo der Staat Betriebe zu Investitionen treibt, um die Steuerlast zu verringern, denn weniger Gewinn, bedeutet weniger Steuern. Nun sitzen viele Selbständige auf ihren Investitionen und die dafür aufgenommenen Kredite. Sicher kann man bei seiner Bank beantragen, den Kredit für 3 Monate auszusetzen, wie es die Bundesregierung initiiert hat. Um in diesen Genuss zu kommen braucht man einzig, die Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamtes, die Jahresbilanzen 2018/2019, die letzten drei Lohnabrechnungen, die Einkommenssteuerbescheide 2018/2019, bei der GmbH zusätzlich, den Auszug aus dem Handelsregister und die Bonitätsprüfung. Die Steuerberater, die dir dabei helfen können, versinken gerade in den Bergen der dadurch zusätzlich entstandenen Arbeit, daher könnte es etwas dauern. Sicher kann man Kurzarbeitergeld beantragen, wie es die Bundesregierung verspricht, die Bundesagentur für Arbeit übernimmt dann 60% der Lohnkosten, derer die nicht entlassen werden sollen, aber mangels Arbeit zuhause bleiben müssen. Leider kommen die Bundesbürger mit den Anträgen nicht klar und sind mit dem Ausfüllen heillos überfordert.

Was ist mit den ganzen Betrieben, die sich auf der Kippe befanden? Stell dir vor, du hast eine Gärtnerei, die ist jetzt dicht, weil laut Definition, du mit deiner Gärtnerei nicht zum Gartenbau gehörst. Die letzten zwei heißen Frühlinge haben dir das Geschäft kaputt gemacht. Du bist schon über beide Ohren verschuldet und könntest jetzt deine harte Arbeit mit diesem Frühlingsgeschäft in bares Geld umsetzen, wenn nicht Covid-19 wäre. Es ergab sich die Möglichkeit deine Gärtnerei zu verkaufen, da sie auf einem lukrativen Grundstück steht. Jemand bietet dir so viel Geld, dass du fast schuldenfrei aus der Sache raus gehst. Der Käufer hat viel Geld in Gastronomische Betriebe gesteckt und jetzt kommt Covid-19 und macht diese Betriebe dicht. Der Käufer macht riesige Verluste und springt vom Kauf der Gärtnerei ab. Was machst du jetzt? Ja sicher kannst du Insolvenz anmelden, dann kommt alles günstig unter den Hammer, vielleicht reicht es um das Personal und die Lieferanten zu bezahlen, wenn nicht macht es jemand anders. Du bist in 3 Jahren schuldenfrei und was dann? Du hast die 50 überschritten, warst immer selbständig, hast nie in die Rentenkasse eingezahlt, dein Leben lang geschuftet. Das ist kein Einzelschicksal, keine Hypothese und keine graue Theorie, das ist Covid-19 und die grenzenlose Hysterie.

Frollein Rottenmeier

Corona

Mittlerweile ranken sich so viele Mythen um eine Infektionserkrankung, dass man fast glauben könnte, die Gebrüder Grimm seien auferstanden und meldeten sich zu Wort.

Gestern Abend bei „Hart aber Fair“ war selbst ich erstaunt, wie viele Ungereimtheiten, die auserwählten Protagonisten von sich gaben. Die Sendung machte auf mich den Anschein, als hätten einige der interwieten ihre Hausaufgaben nicht gemacht. Völlig unverständlich, bei einem Thema, das unser Land so in Atem hält und täglich Ängste schürt. So zählte der CDU/NRW Gesundheitsminister Karl Josef Laumann, Apotheken zu unserem gut funktionierenden Gesundheitssystem und ich verfiel lange dem irrigen Glauben daran, dass Apotheken als selbständig geführte Unternehmen, eher unserem kapitalistischen System zuzuordnen sind. Zum Ende der Sendung, überfiel Laumann das Bedürfnis über Influenza zu sprechen, doch ein Freud´scher Versprecher, ließ ihn die Influenza Insolvenza nennen. Die Oberärztin und Hygienikerin Susanne Johra, wies auf die seit Jahren auf Effizienz getrimmten Kliniken hin und wurde vom Moderator Plasberg jäh unterbrochen, seine Sendung nicht für ihre Lobbyarbeit zu benutzen. Der für mich Einzige interessante Gast, dieser lustigen, dennoch wenig informativen Sendung, war der Virologe Alexander Kekulé.

China unterrichtete die WHO erstmals im Dezember 2019, über das vermehrte Aufkommen von Lungenerkrankungen unklarer Genese. Die Infektionskrankheit Corona trat zuerst in der Metropole Wuhan auf, in der 11 Millionen Menschen leben. Zum jetzigen Zeitpunkt weiß man, dass Corona ein Virus ist, der zoonotisch, also über Tiere auf den Menschen übertragen wurde, ebenso wie SARS–Cov-2, der ebenfalls ein Abkömmling des Corona-Virus ist. Bei SARS – Cov-2 kommt es zu schweren Verläufen einer Lungenentzündung und führte 2002 zu einer Sterblichkeit von 11 %, der Erkrankten. Im Gegensatz zu SARS-Cov-2, findet man bei Corona, auch genannt Covid-19 deutlich mildere Verläufe. Während bei SARS, die Viren vor allem im tieferen Lungengewebe zu finden waren, befinden sich die Viren bei Corona auch im oberen Rachenbereich. Das bedeutet, dass die Infektion, mit der wir es heute zu tun haben, deutlich ansteckender ist als SARS, allerdings auch nicht zwingend zu Lungenentzündungen führt und so gibt es viele sehr milde Verläufe, die mit leichtem Fieber und Husten einhergehen, ebenso, wie die vielen „normalen“ Erkältungskrankheiten, die uns in der Herbst-Wintersaison stets begegnen. Für Kinder und schwangere Frauen scheint das Infektionsrisiko sehr gering, bis gar nicht zu bestehen. Gefährdet sind allerdings Menschen, mit einem geschwächten Immunsystem, wie ältere Menschen oder Menschen mit chronischen Erkrankungen. Männer sind von der Infektion durch Corona-Viren häufiger betroffen als Frauen. Die Sterberate liegt weltweit im Gegensatz zu SARS-Cov-2, die hier bei 11% lag, bei Corona zwischen 2,3 – 0,3 oder 0,7%, da sind sich die Virologen noch nicht einig. Die Sterberate erhöht sich bei Menschen ab 50 Jahre, um 1,3% und bei Menschen ab 80 Jahre, um 14,8%. Ein Infizierter steckt zwischen 1-5 weitere Menschen an, weshalb man von einer sehr dynamischen Lage spricht. Die Inkubation (von Ansteckung bis Ausbruch) liegt bei 14 Tagen, in denen der Infizierte noch keine Symptome zeigt, aber schon andere Menschen anstecken kann.

In NRW wurden 1000 Menschen, wegen dem Verdacht einer Infektion, für 14 Tage unter häusliche Quarantäne gestellt. Auch wegen dieser häuslichen Quarantänemöglichkeit, riet die Bundesregierung uns zu Hamsterkäufen. Diesen Rat haben sich viele Menschen zu Herzen genommen, wie ich bei meinem gestrigen Einkauf feststellen konnte, denn sowohl die Kühltheken als auch die Regale mit Konserven waren leergefegt.

Ebenso verblüffend wie die Berichterstattung über diesen scheinbar monströsen Virus, ist die Reaktion einiger meiner Mitmenschen, die Desinfektionsmittel aus Krankenhausfluren stehlen. Kliniken bekommen keine Schutzmasken mehr, weil die Hersteller nicht so schnell reagieren konnten und vom Bedarf überrollt wurden. Ein Großteil dieser Masken wurde nach dem Ausbruch Coronas nach China geschickt. Diese Masken allerdings, zeigten sich bei Corona als nutzlos und unser Klinikpersonal braucht sie dringend, um sich selbst, aber auch die Patienten zu schützen. Desinfektionsmittel sind ausverkauft, obwohl die Infektion sich nicht nur über den ehemals höflichen und nun verpönten Händedruck ausbreitet, sondern auch über das Husten und das Miteinander sprechen. Dauermedikationen, die bei chronischen Erkrankungen ihren Einsatz finden, sind ausverkauft. Die mediale Ausschlachtung des Themas, die täglich mehr Fragen offen lässt, als sie zu beantworten, macht einige meiner Mitmenschen verrückt und es entsteht eine völlig unangemessene Panik, die mich befürchten lässt, dass wir uns alle nächste Woche in „Mad Max“ wiedertreffen, wo mich Tina Turner rechts überholt.

Ich möchte ganz am Rande, auf die weltweite wirtschaftliche Bedeutung von Impfstoffen zu sprechen kommen. Die Herstellung von Impfstoffen, ist wegen der Komplexität und höheren Kosten eigentlich unattraktiver, als die Herstellung konventioneller Arzneimittel, sollte man meinen. Die Herstellung von Mehrfachimpfstoffen ist deutlich günstiger, als die von Einzelimpfstoffen. Durch die Vogelgrippe H5N1 und die Schweinegrippe H1N1, erlebten die Impfseren herstellenden Pharmafirmen, einen ganz beachtlichen wirtschaftlichen Aufschwung. So wurden 2001 Umsätze von 6,9 Milliarden US – Dollar erwirtschaftet, im Jahr 2009 schon 25 Milliarden und seit 2015, 56-64 Milliarden Dollar. Ein testfähiger Impfstoff gegen Corona wird im April dieses Jahres erwartet und vermutlich in China hergestellt, die durch den SARS Ausbruch, schon ein damals anvisiertes Serum in der Schublade haben.

Frollein Rottenmeier

Das Ende der Naturheilkunde

Oder das Bashing der Heilpraktiker.

Ich kenne keine Berufsgruppe, die mit solcher Wucht, immer wieder angegriffen wird, wie Heilpraktiker. Der Gesetzgeber hat diesen Beruf, in den letzten Jahren stets aufs Neue reglementiert. Zuerst wurde Heilpraktikern, die Anwendung der Neuraltherapie, wie sie früher ausgeübt wurde, untersagt. Nun darf er mit seinen Kanülen nicht mehr in die tieferen Hautschichten vordringen, sondern wurde in seiner Tätigkeit auf die Subcuta, die äußere Hautschicht begrenzt. Im letzten Jahr untersagte man die Ausübung der Eigenbluttherapie, die bei autoimmunen Erkrankungen und Allergien Anwendung fand. Jetzt möchte man Heilpraktiker ganz abschaffen.

Der bedauerliche Vorfall in Brüggen- Bracht, nahe der holländischen Grenze, in 2016, führte zu einer neuen Diskussion, die das Berufsbild des Heilpraktikers diskreditiert. Bei dem Vorfall behandelte ein Heilpraktiker, einige an Krebs erkrankte Menschen, mit 3 Promopyruvat, einer Substanz, die erfolgreich an Tieren getestet wurde, deren Wirksamkeit jedoch noch nicht hinreichend gesichert war, weshalb das Medikament noch nicht zugelassen wurde. Drei seiner Patienten verstarben, während seiner Behandlung. Ich mag am Rande zu bedenken geben, dass die Patienten schulmedizinisch austherapiert waren. Sie hatten Operationen und die empfohlenen Chemotherapien hinter sich gebracht und blieben doch unheilbar krank. Seit 2016 stehen nun deutschlandweit 46.000 weitere, mehr oder weniger praktizierende Heilpraktiker unter Beschuss.

Das „Münsteraner Memorandum ist ein Gremium, bestehend aus 20 Experten wie, unter anderem, einer Ethikmedizinerin, einem Medizinrechtler, einem Gesundheitsforscher, einem Psychologen und einem Journalisten. Sie sorgen sich um die Patientensicherheit und fordern eine einheitliche Hochschulausbildung. Im Grunde kann ich eine solche Ausbildung nur begrüßen, allerdings sprechen sich die Mitglieder des Gremiums klar dafür aus, dass die Ausbildung des Heilpraktikers zukünftig, wissenschaftsorientiert sein werde und die Kompetenzen, nur auf Teilbereiche der Medizin begrenzt würden, oder der Beruf ganz abgeschafft werden sollte. Das heißt, der geforderte neue Ausbildungsstandart bringt alles andere als Heilpraktiker hervor und oder der Beruf des Heilpraktikers wird verboten. Sie machen deutlich, dass AlternativMEDIZIN überhaupt ihren Platz, in der wissenschaftsorientierten Versorgung haben sollte. Ich erinnere mich daran, dass mein früherer Hausarzt, Akupunktur und Homöopathie mit anbot. Und weil ich weiß, dass jede dieser Disziplinen für sich, ein sehr umfangreiches Wissen erfordert, muss ich mich fragen, wann, wo und in welchem Zeitraum, er sich dieses Wissen angeeignet haben kann.

Zwar würden Patienten ihre Heilpraktiker, aufgrund ausführlicher Gespräche, sowie ihrer Zuwendung oft lieben, während dies in der ärztlichen Behandlung auch aufgrund der Ökonomisierung immer mehr verloren gehe. Doch ein Gebäude, das antiwissenschaftlich agitiert und eine Parallelwelt in der Medizin darstellt, sei ein zu hoher Preis für derartige Wohlfühleffekte.

Medizinethikerin Bettina Schöne-Seifert Vorsitzende des Münsteraner Memorandums

Wow liebe Patienten, euer Arzt hat keine Zeit für euch, auch weil er wirtschaftlich denken und arbeiten muss. Euer Heilpraktiker mag zwar Zeit für euch haben, hat aber als „Antichrist“, sein Recht verwirkt, dass ihr euch bei ihm gut aufgehoben fühlen dürft.

Weiter heißt es im Memorandum: „Ein, der Patientenversorgung verpflichtetes Gesunheitssystem, müsse von unbelegten und überzogenen Heilsversprechen gänzlich frei gehalten werden. Es klingt nicht nur wie ein Vorwurf, es ist auch einer. Der Gesetzgeber verbot Heilpraktikern jedoch schon längst, Heilung zu versprechen und ich erinnere mich daran, wie wir Heilpraktiker uns daraufhin engagierten, unsere Homepages gesetzeskonform zu gestalten. Ebenso verboten ist es uns, öffentlich Gesundheitstipps zu geben, oder Mittelchen zu empfehlen, wie es einige Ernährungsberater gerne machen. Ein Ärgernis, das uns die Wettbewerbsfähigkeit nimmt.

Die Tatsache, dass wir zur Prüfungszulassung „Nur“ einen Hauptschulabschluss brauchen, wird von unseren Gegnern immer gerne dazu genutzt, um uns ein bisschen dumm dastehen zu lassen. Die weiteren Prüfungszulassungsvoraussetzungen sind, ein Mindestalter von 25 Jahren, ein polizeiliches Führungszeugnis, eine Unbedenklichbescheinigung vom Finanzamt und ein Gesundheitszeugnis, was zumindest zeigt, dass wir uns straffrei durchs Leben geschlagen haben und unsere Steuern bezahlten.

Die Ausbildung ist, ganz im Gegensatz dazu, wie stets gerne dargestellt wird, schwierig. Natürlich ist sie kein Arztstudium, denn wir sind ja keine Ärzte. Dennoch ist die Ausbildung keinesfalls mit dem Erwerb eines Führerscheins zu vergleichen. Ich kann das beurteilen, weil ich auch Auto fahren kann. Ich habe 2,5 Jahre nur gelernt und gejobbt. Mit meinen Jobs finanzierte ich meinen Lebensunterhalt, mit einem Teil des Erbes, das mir mein Opa hinterließ, bezahlte ich die Schulgebühren. Ich hätte die 12.000€ schlechter anlegen können, als in einen Beruf zu investieren, in dem ich eine riesige Verantwortung trage, den ich dennoch gerne mache und in dem ich mich unabhängig fühlen darf.

Frollein Rottenmeier

Fakenews

Ich möchte einfach zu bedenken geben, dass durch unseriöse Onlineportale, die sich auf die Fahne schreiben, eine umfassende Informationsplattform zu sein, problemlos Tatsachen publiziert werden, die eben nicht oder nur zum Teil der Wahrheit entsprechen …

8. November 2017

Tic tac … Eine Schlagzeile von Gestern, in Saarland Info, einer Online – Plattform, die sich der Aufgabe stellen möchte, Menschen, über die Ereignisse im Saarland zu informieren. Diese Schlagzeile, auf die sehr emotional reagiert wurde, lautet folgendermaßen: „31 jähriger Syrer soll Frau in den Unterleib getreten haben, obwohl sie schwanger war“. Als wäre es ok gewesen, wenn sie nicht schwanger gewesen wäre. Ich möchte das Verhalten dieses Mannes, keinesfalls bagatellisieren oder schön reden, aber der Artikel strotzt vor Fehlern und das Wort „soll“ erscheint deutlich zu häufig, zeigt die Verwendung des Wortes „Soll“ doch nichts anderes, als dass noch nichts bewiesen ist. Und dass er in Untersuchungshaft sitzt, „scheint“ zu beweisen, dass er der Täter ist.

Es freut mich aufrichtig, dass der Artikel die Gemüter überkochen lässt und eine so hitzige Diskussion auslöst, denn mir liegt wirklich sehr daran, dass Frauen, denen Gewalt angetan wird, die Aufmerksamkeit, Hilfe, Solidarität und Unterstützung bekommen, die sie verdienen, das ist mir eine Herzensangelegenheit. Gewalt gegen Frauen ist weltweit eine nicht zu leugnende Tatsache, die allzu oft verdrängt wurde, daher verfolge ich die derzeitigen Diskussionen zum Thema, mit dem allergrößten Interesse. Ich erkenne gerade, dass häufig Themen vermischt werden und ich fürchte, wie viele andere aufgeweckte Mitmenschen auch, dass manche Berichte ausgeschlachtet werden, um uns aufzuhetzen und eine Stimmung zu verbreiten, die uns zutiefst zu verunsichern sucht. Man scheint uns in zwei Lager spalten zu wollen, nämlich in die Einen, die eine freundliche Ausländer Integration wünschen und die, die genau das Gegenteil wollen und sich für Abschiebung und Feindlichkeit entscheiden.

Versteht mich nicht falsch, mir ist vollkommen klar, dass es Einwanderer gibt, die keinen Respekt vor Frauen haben und in dem Glauben erzogen wurden, Männer seien per se die besseren Menschen und auch, dass sie, wie auch immer, eines besseren belehrt werden müssen, z.B. durch Abschiebung. Es nicht besser zu wissen, schützt vor Strafe nicht. Ich wünsche mir jedoch auch, die Tatsache beachtet zu wissen, dass laut einer repräsentativen Studie der WHO von 2004 erkannt wurde, dass 40%, der in Deutschland lebenden Frauen, seit ihrem 16. Lebensjahr, körperliche und/oder sexuelle Gewalt erlebt haben und das sehr häufig durch ihre Lebenspartner. Im Jahr 2004, hat die Einwanderung jedoch noch keine so große Rolle gespielt.

Ich möchte einfach zu Bedenken geben, dass, durch unseriöse Onlineportale, die sich auf die Fahne schreiben, eine umfassende Informationsplattform zu sein, problemlos Tatsachen publiziert werden, die nicht oder nur zum Teil der Wahrheit entsprechen. Letzteres wäre im oben genannten Artikel zugegeben schlimm genug. Solche Onlineportale wie Saarland Info, oder Breaking News, entstehen derzeit kontinuierlich im Netz. Sie leben von Schlagzahlen, wie Klickraten und die lassen sich auch prima mit Unwahrheiten oder Halbwahrheiten erzielen, je reißerischer, desto interessanter für die Allgemeinheit.

In diesem Sinne erst prüfen dann klicken. Ich wünsche einen friedvollen Tag, der reich an Erkenntnissen ist.

Frollein Rottenmeier